Mittwoch, 16. April 2014

7 Days 7 Books - Tag 2 und 3



Heute muss ich leider einen Bericht für zwei Tage schreiben. 
  
TAG 2

Gestern war ein langer Tag, zum Lesen bin ich daher nicht gekommen - nur mein Hörbuch ging ein wenig weiter. Zu einem Update hat es dann auch nicht mehr gereicht - schon am Wochenende hatte ich Probleme mit der Zuverlässigkeit des Internets, gestern dann auch wieder. Da habe ich es irgendwann aufgegeben...

TAG 3

Heute habe ich schon ein bisschen und möchte noch deutlich mehr lesen. Ich bin bei meinem ersten Buch, "Der Atem des Sturms" trotzdem erst bei Seite 102 - Update folgt dann hoffentlich heute abend/nacht noch mit ordentlichem Fortschritt. 
Mein Plan geht aber eher dahin, mit Beginn der Osterfeiertage aufzuholen. 

Aktuell



102 von 340 Seiten bei "Der Atem des Sturms"
und 

3. CD von 6 beim Hörbuch "Skulduggery Pleasent 2 - Das Groteskerium kehrt zurück"

Montag, 14. April 2014

7 Days 7 Books - Tag 1

"7 Days 7 Books" ist eine Aktion von "Books for all Eternity", die heute startet und - mit einem Bonustag - am Ostermontag endet. Ich habe mich dieses Mal noch nicht sonderlich vorbereitet. Auch wenn es "7 Books" heißt, ist die erste Zielvorgabe mindestens 4 Bücher zu lesen. Außerdem wird es ein tägliches Update geben - das hier ist das erste.


Zum Einstieg wird es aber ein kurzes. Ich wollte mit "Der Atem des Sturms" einsteigen, aber die Lesezeit heute war eher begrenzt und deswegen bin ich nur bis 

Seite 30 von 340 

gekommen. 


Allerdings war ich auch noch ein bisschen mit dem Auto unterwegs und konnte in mein Hörbuch einsteigen, den zweiten Band der "Skulduggery Pleasent"-Reihe. Ich bin auf der 

2. CD von 6.


Am Abend wird jetzt nicht mehr gelesen, ich mache mich gleich auf den Weg zu einem Mädelsabend mit selbstgemachtem Sushi. Deswegen muss das heutige Update leider so kurz bleiben. 

Ich hoffe bei den anderen Teilnehmern war der Einstieg etwas erfolgreicher. Bis morgen...

Rezension zu "Heimflug" von Brittani Sonnenberg



Das Schicksal einer Familie ohne Heimat

‟Heimflug“ von Brittani Sonnenberg ist ein Roman, der sich mit dem Schicksal einer Familie befasst.

Chris und Elise sind Amerikaner, doch Chris macht Karriere in einem internationalen Unternehmen und muss daher häufig umziehen. Elise, seine Ehefrau, folgt ihm – erst allein, später mit den beiden Töchtern Leah und Sophie – von London über Deutschland nach Shanghai und Singapur, mit einigen Jahren und Sommern in den USA dazwischen. Die Familie schwangt zwischen Heim- und Fernweh und muss neben ihrer Heimatlosigkeit einen schweren Schicksalsschlag verarbeiten...

Ähnlich abwechslungsreich wie die Wohnorte der Familie ist von Anfang an die Perspektivwahl im Buch. Nicht nur die vier Mitglieder der Familie, sondern zusätzlich auch mal Angehörige erzählen – mehrheitlich chronologisch, aber mit einigen Sprüngen - vom Leben der Kriegsteins über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten. Auch ein Haus, Elises Elternhaus, darf einmal zu Wort kommen und ein anderes. Mal wechselt der Erzählstil plötzlich in einen reinen Dialog. Die unterschiedlichen Sichtweisen machen diesen Roman zu einem sehr vielseitigen Leseerlebnis und sorgen außerdem dafür, dass man jede der Figuren immer wieder neu wahrnimmt, ihre Eigenschaften durch sie selbst, aber auch durch äußere Beurteilung kennenlernt.

Den Charakteren der Geschichte kommt dies nur zu Gute. Diese tragen ohne Zweifel den Roman und beleben ihn durch ihren Umgang mit der ständig wechselnden Umgebung – die einzelnen, räumlich, Stationen ihres Lebens bilden eher die Kulisse. ‟Heimflug“ ist kein Reiseführer für fremde Städte. Die Familie wird zur Konstanten, zu Sicherheit in einem Leben, das von ständigen Umzügen und wechselnden Bekanntschaften geprägt ist. Das macht es umso ergreifender zu erleben, wie ein Teil dieser kleinen Gemeinschaft plötzlich wegbricht und die anderen vor das Problem stellt, sich neu zusammenzufinden oder einander endgültig zu verlieren.

Die einzelnen Figuren könnten unterschiedlicher nicht sein. Der ehrgeizige Chris, die freiheitsliebende Elise, die stille Leah und die quirlige Sophie erleben die Zeit auf Achse, in der sie höchstens für ein paar Jahre an einem Ort bleiben, gemeinsam und doch jeder unterschiedlich – auch im Umgang mit dem Tod und der Trauer, der in diesem Roman eine große Rolle spielt, unterschieden sie sich. Jeder für sich ist ein interessanter Charakter mit vielen Hintergründen, die dem Leser nahe gehen, Geheimnissen, die sie nicht mit anderen teilen, und kleinen Eigenarten, die sie einzeln als Persönlichkeiten herausstellen – und dennoch ist es trotz der Lebensabschnitte auf der ganzen Welt eine erfrischend gewöhnliche Familie.

Die Handlung hat einen gewissen Spannungsbogen, der besonders durch die kleinen Unterbrechungen der chronologischen Erzählweise immer wieder geschürt wird, doch, auch wenn das Gesamtbild eines fesselnden, emotional bewegenden und gut erzählten Romans über ein Familienschicksal größtenteils stimmig und überzeugend ist, bleiben einige Längen nicht aus. Zwischendurch hätte ich mir trotz der schönen Sprache, die ausdrucksstarke Bilder erschaffen kann, eine etwas fokussierte Erzählung gewünscht.

Fazit: ‟Heimflug“ ist ein guter Roman über das Schicksal einer Familie, die berufsbedingt die Welt bereist und nirgends lange bleibt. Kleine Längen sind bei einem guten sprachlichen Stil, abwechslungsreichen Charakteren und einer ans Herz gehenden Handlung beinahe zu verzeihen. Ich vergebe gute 4 Sterne.




Allgemeine Informationen
 
Ausgabe: Gebunden, mit Schutzumschlag
Erschienen: 01. April 2014
Seiten: 336
Verlag: Arche
ISBN: 978-3-7160-2709-7
Preis: € [D] 19.95

Leseprobe und weitere Informationen auf der Verlagshomepage




Dienstag, 8. April 2014

Rezension zu "Phantasmen" von Kai Meyer



Geister, deren Lächeln tötet...

„Phantasmen“ ist ein alleinstehender Roman vom deutschen Fantasy-Autor Kai Meyer, der sich inhaltlich am ehesten in den Bereich der Paranormal Fantasy einordnen lässt und mich als großen Fan der Arkadien-Trilogie sowie anderer Bücher des Autors, wie etwa „Hex“, natürlich brennend interessierte.

Vorab kurz einige Worte zum Inhalt: Tag Null, der Tag an dem die ersten Geister auftauchten, ist rund eineinhalb Jahre her. Seitdem wird jeder Verstorbene eine transparente Erscheinung aus Licht, die still am Ort ihres Todes verharrt und der Sonne hinterher schaut. Außerdem erscheinen jeden Tag nach einem festen Muster auch die Verstorbene vergangener Zeiten. Genau das machen sich die neuzehnjährige Rain und ihre jüngere Schwester Emma zunutze, um ihre Eltern, die vor drei Jahren bei einem Flugzeugabsturz in der Wüste Spaniens ums Leben kamen, noch einmal zu sehen und Abschied zu nehmen. Doch in dieser Nacht verändern sich die Geister – sie lächeln. Und ihr Lächeln ist tödlich.
Der junge Norweger Tyler, dessen Freundin Flavie ebenfalls im Flugzeug war, rettet die beiden aus der Wüste, zieht sie dabei aber gleichzeitig hinein in eine gefährliche Jagd, die sie dem Ursprung der Geister näher bringt…


Die Grundidee, unsere „normale“ Welt um diese harmlos herumstehenden, leuchtenden Geister zu erweitern, hatte mir direkt gefallen. Die Menschen gewöhnen sich an sie, auch wenn ihr hell scheinendes Totenlicht gerade in den Großstädten und in den Häusern zur Belastung wird – und stetig werden es mehr Geister, auf der ganzen Welt. Der Autor setzt diese Idee tatsächlich auch wunderbar um. Die Geister sind der Mittelpunkt der Geschichte, ihre Präsenz ist allgegenwärtig und es fällt dem Leser durch die ausdrucksstarken Beschreibungen im flüssigen Stil von Kai Meyer nicht schwer, sich diese Welt voller Lichter durchgehend bildlich vorzustellen und darin einzutauchen.

Auch die weltumspannende Handlung, die auf diese Grundidee aufbaut, hat für mich bestens funktioniert. Sie ist spannend, mitreißend und konsequent in der Umsetzung, was – und darauf sollte sich der zukünftige Leser dann auch einstellen – im Falle eines tödlichen Lächelns von Millionen Geistern eine beträchtliche Reduktion der Weltbevölkerung bedeutet. Kurz: In diesem Roman wird gestorben und das nicht zu knapp. Es passt allerdings zur Geschichte und ist dadurch ein probates Mittel, die paranormalen Ursprünge mit einem endzeitlichen Szenario zu vermischen, wie es die Grundidee nach logischen Gesichtspunkten auch einfordert.

Zwar muss man eingestehen, dass es im Laufe der Handlung ein, zwei Situationen gibt, die nicht hundertprozentig überzeugen, und dass zusätzlich dazu einige Aspekte ausführlichere Erklärungen oder ein näheres Eingehen auf unmittelbar beteiligte Personen bedurft hätten, um die Geschichte vollständig abzurunden, aber insgesamt präsentiert sich „Phantasmen“ als nachvollziehbare, spannende, fast Thriller-artige Idee, die trotz kleiner, der Kürze und Schnelligkeit der Erzählung geschuldeter Lücken, zu einem gelungenen Abschluss gebracht wird. Das hohe Spannungsniveau, die atemberaubende Action und ein mitreißender Handlungsverlauf, der kaum zulässt, dass man das Buch längere Zeit zur Seite legt, entschädigen außerdem für einiges.

Ein bedeutenderer Knackpunkt in der Geschichte waren für mich die Charaktere. Genaugenommen nur einer der Charaktere. Während der Norweger Tyler ganz interessant war, sodass man gerne noch etwas mehr von seiner und Flavies Geschichte erfahren hätte, und auch Emma, die jüngere der beiden Schwestern - möglicherweise hochbegabt dafür aber teilweise mit sozialen Defiziten - eine vielschichtige Figur darstellte, war es ausgerechnet die Ich-Erzählerin Rain, die mir in diesem Roman wie ein Fremdkörper erschien.

Nach „Arkadien“ war ich gar nicht überrascht, dass auch in „Phantasmen“ ein schwieriger, leidgeprüfter Charakter im Mittelpunkt stand, und vielleicht hätte Rain tatsächlich auch eine überzeugende Entwicklung durchmachen können – in einem anderen Roman. Einem Roman über sie, über ihre Geschichte, über Afrika, in dem sie ihre rebellische Ader voll ausleben könnte, in dem sie ihre „Alles-ist-Mist“-Einstellung mit sich allein ausmachen könnte und in dem ihre feuerroten Dreadlocks mehr Aufmerksamkeit bekommen hätten, als in dieser Geschichte, in der eigentlich die Geister im Mittelpunkt standen.

In „Phantasmen“ empfand ich sie als störend. Ihre schicksalhafte Vergangenheit, die zunächst angedeutet, später aufgeklärt wurde, hatte für die eigentliche Handlung leider keine Bedeutung, ihr Hang zur Streiterei in den unmöglichsten Situationen hat mir den letzten Nerv geraubt und zu guter Letzt ist die zwanghafte Art, mit der sie ihre jüngere Schwester beschützen will, obwohl diese mit ihren siebzehn Jahren die Situationen immer viel deutlicher erfasst als Rain selbst, bei mir schnell nur noch auf Unverständnis gestoßen. Sie ist nicht lernfähig, wiederholt ihre unangenehmen Eigenschaften wie auf Knopfdruck – nein, ich habe Rain nicht verstanden, sie war mir zu wenig zugänglich. Da sie dann für die eigentliche Geschichte, anders als Tyler und Emma, auch noch ohne Bedeutung ist, hatte ich Probleme damit, sie ausgerechnet als Hauptfigur zu akzeptieren, was mir ansonsten bei unsympathischen, aber vielschichtigen Charakteren nicht schwer fällt – ich würde sogar behaupten, dass ich eine leichte Vorliebe für die komplizierten Charaktere habe. Rain allerdings war einfach nur ein Störfaktor. Eine schwesterlose Figur mit Emmas Eigenschaften und Tyler allein hätten „Phantasmen“ meiner Meinung nach interessanter gestalten können.

Fazit: Trotz kleiner Lücken in der Erklärung des Geisterphänomens bietet „Phantasmen“ unterhaltsame paranormale Fantasy auf hohem, actionreichen Spannungsniveau. Kai Meyers Schreibstil und die durchdachte Handlung überzeugen. Leider ist es ausgerechnet die schwierige Hauptfigur Rain, die sich nicht in das Gesamtbild einfügen will und stattdessen störend wirkt. Wer irrationale Ich-Erzählerinnen tolerieren kann, wird vielleicht noch etwas mehr Freude an diesem Roman haben. Ich vergebe knappe vier Sterne – obwohl ich „Phantasmen“ kaum zur Seite legen konnte, habe ich keinen Zugang zur rebellischen Rain gefunden.




Allgemeine Informationen
Ausgabe: Gebunden, mit Schutzumschlag
Erschienen: 14. März 2014
Seiten:400
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3551582928
Preis: € [D] 19.90

Leseprobe und weitere Informationen auf der Verlagshomepage






Montag, 7. April 2014

"Törtchenzeit"-Buchparty in Köln - Die Präsentation eines neuen Backbuchs


Am Freitagabend bin ich der Einladung des Bastei-Lübbe-Verlags nach Köln gefolgt. In einer rustikalen Halle mit vielen alten Möbeln, einem Laden mit dem Namen "Exquisit", fand dort eine Buchparty der etwas anderen Art statt. Nach einer - angenehmen - Stunde Autofahrt mit Hörbuch-Untermalung und anschließender ausgeladender Parkplatzsuche, bei der ich gefühlt ganz Ehrenfeld bewundern konnte, bevor Knubbelschen (mein Auto) sicher stand, ging es um 19 Uhr los. Direkt vor dem Eingang traf ich dann zufällig auch noch die beiden lieben Damen vom Blog "Schlunzen-Bücher", da musste ich nicht einmal allein rein gehen...


An der Tür wurden wir dann direkt von den netten Verlagsmitarbeiterinnen des Lübbe-Verlags in Empfang genommen und anschließend begann die Party mit einem Glas Sekt (oder Orangensaft) und einer netten Begrüßung von Sonya Kraus, der Moderatorin, die ihr wahrscheinlich kennt, und Jessi Hesseler, der Betreiberin des Foodblogs "Törtchenzeit.


Auf den alten Holztischen, die überall im (Verkaufs-)Raum standen, waren zwei Sorten kleine Cupcakes mit einigen Dekoartikeln hübsch ausgestellt, damit vor dem Essen die Meute einmal mit ihrem (teilweise gigantischen) Fotoequipment durchströmen und Schnappschüsse machen konnten. Meine kleine Digitalkamera und ich haben uns das natürlich auch nicht nehmen lassen.

Was an der Stelle vielleicht ein bisschen gefehlt hat, war ein informatives Rahmenprogramm vor der eigentlichen Party. Gerne hätte ich ähnlich wie bei einer Lesung einiges von den Autorinnen des Buches erfahren, in großer Runde, eine Art Vorstellung, vielleicht ein paar Worte zum Blog "Törtchenzeit", etwas zur Entstehungsgeschichte des Buches oder zu den Lieblingsgerichten. Vielleicht auch noch eine kleine Fragerunde. Das hat ein wenig gefehlt und auch wenn die Veranstaltung als "Party" angelegt war, hätte man dafür vielleicht eine halbe Stunde vorab einplanen können. Sicher kannten sich viele Foodblogger untereinander und waren dadurch auch mit der bloggenden Autorin bekannt, kannten wohlmöglich schon einen Großteil der Geschichte, aber ich hätte gerne die Gelegenheit genutzt, abgesehen von den Informationen auf dem Blog und im Buch noch ein wenig Vorbereitetes aus erster Hand zu erfahren.


Nichtsdestotrotz ging der Abend unterhaltsam weiter. Einmal mit der dem Fotografieren der super-süßen Deko und außerdem natürlich mit dem Probieren der Cupcakes, weiterem Fingerfood, Drinks und netten Gesprächen mit anderen Bloggern. Danke euch für den schönen Abend. Das Gleiche gilt auch für die Mitarbeiterinnen des Verlags, die die Veranstaltung wunderbar betreut haben.

Kurz vor Mitternacht war dann Ende - jeder bekam noch eine große Papiertüte mit schönen Überraschungen. Und natürlich mit Buch, weswegen wir uns die Taschen teilweise schon vorher geben und die Bücher signieren ließen.


Dann ging es für mich nach Hause - eine Stunde Rückfahrt (bei Dauerregen) auf der fast leeren A1 nach Dortmund, wo ich - trotz einiger Verkehrteilnehmer, deren Fahrtauglichkeit ich in Frage stellen möchte - gegen eins eintraf und ins Bett fiel. Besonders einen weißen Sprinter mit Kölner Kennzeichen möchte ich an dieser Stelle grüßen: Ich zähle mich nicht gerade zu den gemächlichen Fahrern und, da die Autobahn abgesehen von uns beiden total leer war, gab es nicht die geringste Veranlassung, mir erst bis zur Stoßstange aufzufahren, dann zu bequem zu sein, vollständig die linke Spur zum Überholen zu benutzen, stattdessen halb auf meiner Spur mit einer Handbreit Abstand zu meinem Außenspiegel an mir vorbei zu preschen und anschließend so nah vor mir wieder einzuscheren, dass ich in dem Wassernebel durch den steten Regenfall halb ersoffen bin. Ich habe dir, lieber Sprinter-Fahrer, in der sicheren Hülle meines Knubbelschen (immer noch mein Auto) eine Menge "Nettigkeiten" an den Kopf geworfen - und jede davon war gerechtfertigt. Mach mit deinem Leben, was du willst, aber bitte nicht direkt neben mir. Danke.

So, nach der kleinen Abschweifung zum Thema unfähige Autofahrer nachts auf der Autobahn, kommen wir jetzt zum Inhalt der (neu-deutsch) Goodie-Bag. Neben dem Buch waren noch einige andere Kleinigkeiten darin - vor Snow, der die Tüte annektiert und zum katerlichen Hoheitsgebiet erklärt hat, während ich den Inhalt fotografiert habe.


Es gab zwei süße kleine Porzellan-Leckereien, in Form eines Tortenstücks und eines Cupcakes, Servietten und drei Postkarten der Firma "räder", die zur Bastei Lübbe AG gehört, außerdem eine Rolle Bäckergarn von "Garn und mehr", dekorative Papierstrohalme von "Blueboxtree Parties" und Tonkabohnen vom Gewürzhändler "Pfeffersack & Söhne". Auf letzteres bin ich sehr gespannt, ich habe nämlich trotz des Tonkabohnen-Trends der letzten Jahre noch nie eine verwendet. Falls ihr sie nicht kennt: Es ist eine Bohne, die man reiben oder einlegen kann, die ähnlich schmecken soll wie Vanille (so riecht sie auch) und um die niemand herum gekommen ist, der - wie ich - lange Zeit (aber aktuell nicht mehr so) regelmäßig Sendungen wie "Das perfekte Dinner" geschaut hat. Tonkabohnen waren/sind eben "in", vor allem in Nachspeisen, wie Cremes, Eis oder Parfait. 


So, ihr seht also: Es war ein schöner Abend, ich habe ein hübsches Backbuch und einige Kleinigkeiten mitgebracht und, wenn ich ein paar Rezepte nachgebacken habe, erwartet euch hier bald eine Rezension...

Bei der ersten Durchsicht der Rezepte kann ich schon sagen, dass sie sehr interessant sind und im Niveau variieren. Anfänger oder Fortgeschrittene sollten hier gleichermaßen etwas finden. Außerdem sind auch ein paar Bastel- und Dekoideen enthalten. 

Wenn es euch interessiert, findet ihr das Buch hier auf Amazon:


Mittwoch, 2. April 2014

Rezension zu "The Legion - Der Kreis der Fünf" von Kami Garcia



Geister-Horror mit verschenktem Potential

The Legion – Der Kreis der Fünf“ ist der Auftakt einer neuen Horror-beeinflussten Fantasy-Reihe von Kami Garcia, einer der beiden Autorinnen der „Beautiful Creatures“-Serie (deutsche Ausgabe: „Sixteen Moons“). Das düstere Cover und die ersten Eindrücke dieser neuen Jugendbuchreihe versprachen eindeutig: Geister, Grusel, Gänsehaut – konnte der Auftakt diesen Erwartungen gerecht werden?

Zunächst zum Inhalt: Kennedys Mutter verstirbt überraschend. Ihr Vater hat die Familie schon vor Jahren verlassen. Kennedy, die nicht bei ihrer Tante leben will, bleibt nur der Weg ins Internat, doch in der letzten Nacht in ihrem Elternhaus kommt alles anders. Die Welt der Dämonen und Geister bricht über Kennedy herein – die Zwillinge Jared und Lukas können sie gerade noch retten.
Von ihnen erfährt sie, dass ihre Mutter Teil eines fünfköpfigen Geheimbundes war, deren Mitglieder alle in derselben Nacht getötet wurden. Jared, Lukas, Kennedy und zwei weitere Jugendliche müssen nun ihren Platz einnehmen und die Erde gegen dunkle Mächte verteidigen. Eine mächtige, aber verborgene Waffe könnte ihnen dabei helfen…

Die Grundidee klingt wie eine Mischung aus „Supernatural“ und einem Dan-Brown-Verschwörungs-Roman. Geisterjäger eines eingeschworenem Geheimbundes, dessen Mitglieder sich mit allerhand Regeln seit Generationen sogar vor sich selbst versteckten, sind auf der Mission, die Welt zu retten. Die fünf Jugendlichen sind seit längerer Zeit die ersten, die wieder als Gruppe, als vollständige „Legion“, gegen die bösen Kräfte in den Kampf ziehen. Leider hat dieser Reihenauftakt viel Potential dadurch verschenkt, dass vieles zu kurz, zu knapp, zu schnell und ohne erkennbare Liebe zum Detail erzählt wurde.

So wirkt die Handlung vor allem während der ersten zwei Drittel, als wäre sie nach einem festen, eintönigen, wiederkehrenden Muster konstruiert worden. Die Suche nach der Waffe steht ab der Zusammenkunft der fünf Jugendlichen im Zentrum der Handlung – die Ideen und Anhaltspunkte dazu werden rasch entdeckt – präziser ausgedrückt könnte man auch sagen: Sie kommen aus dem Nichts. Die fixe Idee wird dann ebenso fix, das heißt ohne nennenswerte Vorbereitung, umgesetzt, die Suche an dem vorher durch recht fadenscheinige Schlussfolgerungen ermittelten Ort beginnt.
Der obligatorische Geist gehört ebenfalls zum festgelegten Schema wie ein nachfolgendes Hormon-Drama von Kennedy: Erst ein bisschen Dreiecksgeschichte mit den Zwillingen Jared und Lukas, denn ausgeprägte Selbstzweifel und ein wenig Leugnen der eigenen Daseinsberechtigung in der Gruppe der Super-Geisterkiller-Teenager. Womit Kennedy, die als einzige fast ausschließlich durch Nicht-Wissen und Glückstreffer glänzt, während  die anderen eine deutlich umfassendere Ausbildung genossen haben, möglicherweise nicht einmal Unrecht hat. Anstrengend war es dennoch allemal.

Zur Abrundung gehört noch der klischeehafte, allseits bekannte und nirgends beliebte „Am besten wir trennen uns, dann sind wir schneller!“-Horrorfilm-Unsinn zum Wiederholungsschema des Romans. War das jemals eine gute Idee? Wird das jemals eine gute Idee sein? NEIN! Und es bei jedem Eintreten in ein gruseliges, verlassenes Geisterhaus zu wiederholen, obwohl sie alle Zeit der Welt hätten, es also keinen logischen Grund gibt sich zu trennen, und es schon beim letzten Mal keine brillante Idee war, lässt die Figuren auch nicht gerade intelligent wirken. Außerdem weckt es den Frust in mir als Leser und die kleine sarkastische Stimme, die im Kopfkino dazwischen ruft: „Super Idee – ihr Trottel!“.

Ein letzter Kritikpunkt bei diesem Reihenauftakt ist die Kürze beziehungsweise die Undifferenziertheit, zu der die knappe Seitenzahl von gerade einmal 330 bei gleichzeitig großzügig bedruckter Seiten und inhaltlich mit reichlichen Ereignissen gefüllter Handlung führt. Dazu zählt sicher auch der festgefahrene Handlungsverlauf ohne erkennbar stimmige Übergänge, aber auch die Charaktere sind betroffen. So lassen sich vor allem die Zwillinge Jared und Lukas zunächst kaum unterscheiden, ihr Auftreten scheint beliebig. Dass Kennedy sie dennoch schon nach kurzer Zeit als völlig unterschiedlich charakterisieren kann, irritierte eher – aus der Geschichte heraus verhielten sie sich in meinen Augen viel zu ähnlich. So können die Charaktere, obwohl an sich abwechslungsreich und unterschiedlich, den Leser nicht erreichen, denn der Roman bietet ihnen leider kaum Raum, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und ihre Besonderheiten herauszustellen.

Jetzt zum Positiven: Die Spannung steigert sich. Während die schematisch ablaufende Handlung zunächst trotz Gänsehaut-Momenten und unter die Haut gehenden Beschreibung durch ihren abwechslungsarmen Verlauf inklusive frustrierend dümmlicher Charaktere langweilte, steigert sie sich im letzten Drittel zunehmend und gipfelt in einem wirklich gewaltigen, gruseligen, atemberaubenden Finale, das Schwächen vom Anfang auszugleichen versteht und mit der Zeit auch die Charaktere ausgefeilter erscheinen lässt. Für diesen ersten Band kam die positive Entwicklung leider etwas spät, doch es macht zumindest Hoffnung für die Fortsetzung, in der abgesehen von den schon recht gruseligen aber doch nicht wirklich beeindruckenden Geistern hoffentlich dann auch in Sachen dämonischer Gegner noch nachgelegt wird.

Fazit: „The Legion – Der Kreis der Fünf“ ist ein Horror-Fantasy-Auftakt aus dem Jugendbuchbereich, der im Bezug auf Gänsehaut-Momente schon einiges zu bieten hat. Wer allerdings Wert legt auf eine sich logisch aufbauende Handlung mit stimmigen Entwicklungen und durchdachten Charakteren, wird hier möglicherweise nicht völlig zufriedengestellt. Dazu verläuft die Geschichte in zu festgefahrenen Mustern und bleibt durch die Kürze des Romans oft undifferenziert. Das Finale entschädigt allerdings und macht Hoffnung, dass die Reihe in den Folgebänden ihr Potential noch besser ausschöpfen kann. Ich vergebe gute drei Sterne.




Allgemeine Informationen
 
Ausgabe: Gebunden
Erschienen: Oktober 2013
Originaltitel: Unbreakable
Seiten: 336
Verlag: cbt
ISBN: 978-3-570-16270-5
Preis: € [D] 16.99

Leseprobe und weitere Informationen auf der Verlagshomepage

 
 
 

Mittwoch, 26. März 2014

Neuzugänge: Diese Bücher sind zwischen dem 02. und 26. März eingezogen...

Puh...was ist da wieder alles zusammen gekommen? Erst waren es nur zwei, drei Bücher, dann kam hier noch was und da noch was und meine Glücksfee ist wohl auch aus ihrem Winterschlaf erwacht, sodass einige Gewinnspiele meinen SuB zusätzlich anwachsen ließen.

Das Video habe ich heute mal auf dem Sofa in Kater Snows Ecke gedreht, weil mein Allzweck-Tisch so voll war mit...Zeugs. Hat aber ganz gut funktioniert, wie ich finde.


Natürlich zeige ich euch jetzt die Bücher auch noch mal in unbewegtem Bild und geschriebenem Wort.